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Zeitmietvertrag: Vorlage ausfüllen und als PDF erzeugen

Ein befristeter Wohnungsmietvertrag braucht einen der drei Gründe des § 575 Abs. 1 BGB — schriftlich, bei Vertragsschluss. Fehlt er, gilt das Mietverhältnis als auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Generator hält den Ausdruck an dieser Stelle an.

Befristeten Mietvertrag erstellenKostenlos, ohne Anmeldung, Daten bleiben im Browser

Von Richard, Geschäftsführung von Milvo · Stand: 16.08.2026 · Normen an gesetze-im-internet.de geprüft

Ein Enddatum allein befristet nicht

Das ist die Stelle, an der die meisten Vorlagen aus dem Netz versagen. § 575 Abs. 1 S. 1 BGB lässt die Befristung eines Wohnraummietvertrags nur zu, wenn der Vermieter nach Ablauf der Mietzeit einen von genau drei Gründen hat:

  1. Er will die Räume als Wohnung für sich, für Familienangehörige oder für Angehörige seines Haushalts nutzen.
  2. Er will die Räume beseitigen, wesentlich verändern oder instand setzen, und die Massnahmen würden durch eine Fortsetzung des Mietverhältnisses erheblich erschwert.
  3. Er will die Räume an einen zur Dienstleistung Verpflichteten vermieten.

Einen vierten Grund gibt es nicht. Und die Rechtsfolge des Fehlens ist keine Auslegung zugunsten des Vermieters, sondern § 575 Abs. 1 S. 2 BGB: Das Mietverhältnis „gilt als auf unbestimmte Zeit abgeschlossen“. Der Vertrag bleibt wirksam — nur eben unbefristet, mit vollem Kündigungsschutz und ohne das Ende, das beide Seiten vereinbart zu haben glaubten.

Der Grund muss bei Vertragsschluss dastehen

§ 575 Abs. 1 S. 1 BGB verlangt, dass der Vermieter dem Mieter den Grund der Befristung „bei Vertragsschluss schriftlich mitteilt“. Nachgereicht wirkt er nicht, und ein Verweis auf den Gesetzestext genügt nicht: Der Grund ist konkret zu benennen, sonst lässt sich später nicht prüfen, ob er noch besteht.

Das Werkzeug nimmt deshalb beides entgegen — die Kategorie und den Sachverhalt in eigenen Worten — und druckt den Vertrag nicht, solange eines von beidem fehlt. Vereinbarungen zum Nachteil des Mieters sind nach § 575 Abs. 4 BGB ohnehin unwirksam.

Was der Mieter am Ende der Frist verlangen kann

Der Mieter kann frühestens vier Monate vor Ablauf verlangen, dass der Vermieter ihm binnen eines Monats mitteilt, ob der Befristungsgrund noch besteht (§ 575 Abs. 2 BGB). Ist er entfallen, kann der Mieter die Fortsetzung auf unbestimmte Zeit verlangen; tritt er später ein, verlängert sich das Mietverhältnis entsprechend (§ 575 Abs. 3 BGB).

Wohnraum auf Zeit ist etwas anderes

Wird Wohnraum „nur zum vorübergehenden Gebrauch“ vermietet, nimmt § 549 Abs. 2 Nr. 1 BGB eine ganze Reihe von Vorschriften von der Anwendung aus — darunter die §§ 574 bis 575. Der Zeitmietvertrag des § 575 gilt dort also gar nicht, und es braucht keinen der drei Gründe. Das Mietverhältnis endet mit Ablauf der Zeit, ohne dass es einer Kündigung bedarf (§ 542 Abs. 2 BGB).

Der Auslöser ist der Zweck der Überlassung — Ferien, Montage, ein Studien- oder Praktikumsaufenthalt, eine befristete Entsendung. Nicht die Möblierung, nicht die Dauer und erst recht nicht die Bezeichnung im Vertrag. Wer eine gewöhnliche Wohnung lediglich „auf Zeit“ überschreibt, hat einen gewöhnlichen Mietvertrag geschlossen.

Was das für die Miethöhe bedeutet — beim vorübergehenden Gebrauch gilt die Mietpreisbremse nicht, beim befristeten Vertrag nach § 575 BGB schon —, steht im Ratgeber Wo die Mietpreisbremse gilt und was möbliert oder befristet daran ändert.

Welcher der beiden Wege gilt?

 Zeitmietvertrag, § 575Auf Zeit, § 549 Abs. 2 Nr. 1
Befristungsgrundeiner der drei, schriftlichnicht erforderlich
Mietpreisbremsegiltgilt nicht
Kündigungsschutzgiltgilt nicht
Kürzere Kündigungsfristunwirksam, § 573c Abs. 4zulässig, § 573c Abs. 2
VoraussetzungAbsicht des Vermietersvorübergehender Zweck

Im Generator ist das die erste Frage überhaupt, noch vor den Namen: Sie entscheidet nicht über eine Klausel, sondern darüber, welches Recht auf den Vertrag anzuwenden ist.

Befristung und Mietform

Eine Befristung verträgt sich mit jeder Mietform. Sie lässt sich mit einer Staffelmiete verbinden, deren Erhöhungen dann innerhalb der Laufzeit liegen müssen, ebenso mit einem Indexmietvertrag. Beim Wohnraum zum vorübergehenden Gebrauch bietet das Werkzeug die Indexmiete allerdings nicht an: § 1 Abs. 3 des Preisklauselgesetzes nimmt sie nur „nach § 557b BGB“ vom Preisklauselverbot aus — und § 557b gehört zu den Vorschriften, die § 549 Abs. 2 ausnimmt.

Befristeten Mietvertrag erstellenVertrag über Wohnraum auf Zeit

Richard, Geschäftsführung von Milvo

Über den Autor

Richard, Geschäftsführung von Milvo

Wirtschaftsingenieurwesen (RWTH Aachen, MIT), zuvor Aufbau eines B2B-Handelsunternehmens mit 250 Mitarbeitern. Verwaltet in Berlin einen eigenen Bestand an Mehrfamilienhäusern — Nebenkostenabrechnungen, Mahnläufe und Mieterhöhungen aus der eigenen Praxis, nicht aus der Literatur.

Die Artikel in diesem Ratgeber entstehen aus denselben Abläufen, die Milvo seinen Kunden anbietet. Sie ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung.

Zuletzt geprüft: 16.08.2026

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